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05.11.2018

"Behörden müssen sich für das Ehrenamt öffnen"

Eine Vielzahl Ehrenamtlicher hilft Geflüchteten in zahlreichen Initiativen und Projekten zum Beispiel bei der Begleitung zum Arzt und Behörden, beim Lernen der deutschen Sprache und bei der Wohnungssuche. Dabei profitiert die Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern von einer engen Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamtlichen wie beispielsweise Mitarbeitende von Behörden, Unterkünften für Geflüchtete und Beratungsstellen. Naturgemäß kommt es aber auch zu Problemen, konträren Erwartungshaltungen und Interessenslagen im Beziehungsdreieck von Hauptamt, Ehrenamt und Geflüchteten.


Im Interview mit den Autoren der Studie, Susanne Huth und Dr. Jürgen Schumacher, INBAS-Sozialforschung GmbH Frankfurt am Main beantworten diese erste Fragen zu den Beziehungen zwischen Haupt- und Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe.

Warum haben Sie das Verhältnis von Ehren- und Hauptamt in der Flüchtlingshilfe untersucht?

HUTH: Ab Sommer 2015 wurden aufgrund der großen Zahl von Asylsuchenden viele Menschen erstmals in der Arbeit mit Geflüchteten aktiv, Ehrenamtliche wie auch Hauptamtliche. Dabei mussten Arbeitsformen und Kooperationsstrukturen erst aufgebaut werden. Wir hatten zuvor die Gelegenheit, die Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in drei anderen Bereichen, nämlich Pflege, Sport und Kultur, zu untersuchen. Als wir diese Studie Ende 2015 fertiggestellt hatten, wurden wir häufig gefragt: "Lassen sich die Ergebnisse auf die Flüchtlingshilfe übertragen?". Wir freuen uns, dass wir auf diese Frage nun Antworten geben können.

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Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, www.bamf.de


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