Infothek

03.05.2017

Land fördert psychosoziale Hilfen für Geflüchtete - Soziale Teilhabe und seelische Gesundheit entscheidend für gelingende Integration

Mit 500.000 Euro fördert das Gesundheitsministerium Projekte zur psychosozialen Unterstützung und Stabilisierung von psychisch belasteten geflüchteten Menschen. Denn viele vor Krieg, Bürgerkrieg, Verfolgung und Folter Geflohene haben in ihrem Heimatland oder auf der Flucht Schreckliches erlebt, mit oft mehrfach traumatisierenden Erfahrungen.


Foto: MGEPA NRW / F. Berger

Psychisch belastete geflüchtete Menschen und ihre Familien brauchen zuallererst ein sicheres Umfeld und eine Stabilisierung ihrer seelischen Verfassung. Auch, um schwere psychische Krisen mit langjährigem und hohen Therapieaufwand möglichst zu vermeiden.
 
„Seelische Gesundheit ist mit entscheidend für eine gelingende Integration. Mit den vielfältigen Maßnahmen, die wir jetzt fördern, sollen Flüchtlinge frühzeitig Unterstützung erhalten, um schwere psychische Krisen möglichst zu vermeiden und so die Integration zu erleichtern“, erklärte Ministerin Barbara Steffens anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Förderprogramm im Bürgerzentrum in Köln-Ehrenfeld. „Das Förderprogramm für 17 Projekte soll auch Impulse zur Weiterentwicklung bereits vorhandener regionaler psychosozialer Hilfeangebote geben“, so Steffens weiter.
 
Die über ganz NRW verteilten 17 geförderten Projektträger stellten ihre Aktivitäten für den geplanten bis zu einjährigen Förderzeitraum vor und nutzten die Gelegenheit zu einem ersten Erfahrungsaustausch. „Die Vielfalt der Angebote von Sprechstunden in Schulen und öffentlichen Einrichtungen, kulturellen und sportlichen Begegnungsmöglichkeiten bis hin zur Entwicklung von Apps, aber auch die Vielfalt der Projektträger von Kirchengemeinden und Bürgerzentren bis zur Gemeindepsychiatrie zeichnet dieses Programm aus“, so der Vorsitzende und Projektträgervertretender des Bürgerzentrums Ehrenfeld e.V., Ulrich Krüger.
 
Geplant ist, dass nach Ablauf des Förderprogramms in ca. einem Jahr die Ergebnisse in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung vorgestellt werden.

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Quelle: Land NRW, www.land.nrw


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