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19.01.2022

Migrationsbericht 2020: Pandemie bremst Migration

Die Corona-Pandemie hat sich 2020 auch auf das Migrationsgeschehen ausgewirkt: Ab März verzeichneten alle Wanderungsformen einen klaren Rückgang. Diese und weitere wichtige Erkenntnisse fasst der Migrationsbericht 2020 zusammen, der vom Kabinett beschlossen wurde.


Bild: Alexander Suhorucov / Pexels

Die Migration von und nach Deutschland stand im Jahr 2020 im Zeichen der Corona-Pandemie: Bei allen Wanderungsbewegungen wurde ab März ein Rückgang verzeichnet – auch verursacht durch die eingeschränkte internationale Mobilität durch die sich ausbreitende Covid-19-Pandemie. 

Auch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz und der Brexit prägten das Migrationsgeschehen. Insgesamt wurden für 2020 knapp 24 Prozent weniger Zuwanderer und über 21 Prozent weniger Abwanderer als im Vorjahr verzeichnet.

Nettozuwanderung weiter rückläufig

Die Nettozuwanderung nahm weiter ab: Den 1.186.702 Zuzügen standen 966.451 Fortzüge gegenüber. Unter dem Strich lebten am Jahresende 2020 damit gut 220.000 Menschen mehr in Deutschland als zu Jahresbeginn. Diese Zahl ist damit im fünften Jahr in Folge rückläufig – 2016 lag sie noch bei fast 500.000. Der Rückgang an registrierten Wanderungen fiel dabei überwiegend in den Zeitraum von März bis Dezember 2020, in welchem weltweite Reisebeschränkungen durch die Pandemie galten.

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Quelle: Bundesregierung, www.bundesregierung.de


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