Nachrichten

11.07.2017

21. Einbürgerungsfeier im Rathaus

Für fünf Essenerinnen und Essener ist die 21. Einbürgerungsfeier der Stadt Essen am gestrigen Montag (10.7.) von besonders großer Bedeutung gewesen: Im gut gefüllten Ratssaal des Essener Rathauses erhielten sie im feierlichen Rahmen von Oberbürgermeister Thomas Kufen ihre Einbürgerungsurkunden, die sie zu deutschen Staatsbürgerinnen und -bürgern machen.


21. Einbürgerungsfeier im Essener Rathaus. Auf dem Foto v.l.n.r.: Miguel Martin Gonzáles Kliefgen, Vorsitzender des Integrationsrates, Bürgermeister Rudolf Jelinek, Abdul Haq Hakimi (Afghanistan), Oberbürgermeister Thomas Kufen, Mirna David, Michael Zaarour (Syrien) mit gemeinsamer Tochter, Michael Stevens (Großbritannien) und Bürgermeister Franz-Josef Britz. Foto: Peter Prengel

Das Essener Stadtoberhaupt ließ es sich natürlich nicht nehmen, den ursprünglich aus Afghanistan, Syrien und Großbritannien stammenden Personen - unter ihnen auch ein erst drei Jahre altes Mädchen - als erster Gratulant die Glückwünsche der Stadt Essen zu überbringen: "Der Entschluss, eine neue Staatsbürgerschaft anzunehmen, ist ein bedeutender Schritt im Leben. Mit Ihrer erfolgreichen Einbürgerung signalisieren Sie nach außen: Wir fühlen uns in Deutschland wohl und in Essen zuhause. Darüber freue ich mich sehr."

Die Stadt Essen profitiere von den verschiedenen Kulturen und Sprachen der Menschen, die in Essen ein Zuhause gefunden haben: "Dies macht unsere Stadt reicher und lebenswerter", so der Oberbürgermeister, der für ein friedvolles Miteinander und Verständnis füreinander warb: "Wir alle müssen im täglichen Zusammenleben tolerant und rücksichtsvoll miteinander umgehen."

In diesem Jahr sind bisher 641 Menschen in Essen eingebürgert worden - 28 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Interesse an der Einbürgerung ist nach wie vor groß, was sich ebenso an der um 25 Prozent gestiegenen Anzahl der Anträge auf Einbürgerung zeigt.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Nachfrage britischer Bürgerinnen und Bürger seit dem Brexit-Votum: 34 britische Bürgerinnen und Bürger sind im Jahr 2017 bisher eingebürgert worden, das sind elfmal so viele wie im ganzen vergangenen Jahr 2016. Im Vergleich dazu haben in Essen in den letzten fünf Jahren nur 14 Personen diesen Schritt gewagt.

Die Essenrinnen und Essener, die in der ersten Hälfte des Jahres eingebürgert wurden, kamen aus folgenden Herkunftsstaaten:

Türkei: 12 ProzentIrak: 10 ProzentIran: 6 ProzentPolen, Marokko, Libanon und Großbritannien: 5 ProzentAfghanistan: 4 ProzentRestliche Staaten: 63 Prozent

Die Gruppe der unter 20-jähringen ist mit 25 Prozent die größte Gruppe unter den Neubürgerinnen und Neubürgern. Bei der Verteilung nach Geschlecht liegen die Frauen mit 52 Prozent geringfügig vor den Männern.

Zur 21. Einbürgerungsfeier wurden etwa 400 Essenerinnen und Essener eingeladen, die zwischen dem 1. März 2017 und dem 8. Juni 2017 eingebürgert wurden.

 

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de


Kategorie: Essen, Politik, Einbürgerung EssenPolitikEinbürgerung