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10.01.2018

Alltagsrassismus adäquat begegnen – Zweiter Workshop „Together in Essen“ im Januar 2018

Am 13.01.18 führt „Together in Essen“ seine kostenlose Workshop-Reihe gegen Alltagsrassismus -nach Prof. Klaus-Peter Hufer-, im Interkulturellen Zentrum Kreuzer, Friedrich-Lange-Str. 3, 45356 Essen-Bergeborbeck weiter.


„Ihr nehmt uns die Arbeitsplätze weg“ oder „Du bist aber hübsch für eine Schwarze“, sind Parolen, denen Zugewanderte oft ausgesetzt sind. In insgesamt vier Workshops mit verschiedenen ReferentInnen können sich Essenerinnen und Essener mit und ohne Migrationshintergrund zusammen gegen Stammtischparolen stärken. Weiteres Ziel der Trainingsreihe ist die Förderung friedlichen Miteinanders zwischen afrikanischen und nicht-afrikanischen Menschen in Essen.

Das praxisorientierte Argumentationstraining, gefördert vom Bundesministerium des Inneren, leitet Diplom-Sozialpädagogin mit Schwerpunkt Anti-Rassismus und Empowerment für Menschen mit Rassismuserfahrungen Manuela Ritz. Sie ist schwarze deutsche Mutter und hat selbst Ausgrenzung erlebt. In angeleiteten Rollenspielen bringt sie die TeilnehmerInnen dazu, Rassismus im eigenen Denken und Handeln aufzuspüren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen. „Wenn ich selbst konfrontiert werde, entmenschlicht und als Störfaktor wahrgenommen werde, so, wie das in manchen Parolen mitschwingt, dann ist es nicht nur wichtig zu reagieren, sondern vor allem auch, sich zu stärken“, so Ritz. Während der Trainings wird mit den TeilnehmerInnen gemeinsam nach Best-Practice-Beispielen gesucht, die ihnen das nötige Rüstzeug an die Hand geben, um Alltagsrassismus adäquat zu begegnen. „Was man im Alltag nicht kann, in solchen Trainings aber sehr gut möglich ist: Die Situation einzufrieren, sie sich in Ruhe von allen Seiten anzuschauen und dann herauszuarbeiten, was ich darin denn erreichen möchte“, so die Diplom-Sozialpädagogin weiter. Um möglichst nah an der Erfahrungswelt der TeilnehmerInnen zu bleiben, vielleicht eine erlebte Szene in der Straßenbahn oder auf dem Markt nachzustellen, nutzt Ritz dazu das Konzept Prof. Hufers in Kombination mit szenischen Elementen des Theaters.

Die Teilnehmerzahl für den Workshop ist begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten, unter www.immigrantenverbund.de. Der Workshop ist für die TeilnehmerInnen kostenlos. Interessierte afrikanische und nicht-afrikanische EssenerInnen sind herzlich eingeladen.

Achtung Redaktionen: Um Veröffentlichung wird gebeten, keine Sperrfrist. Rückfragen bitte an Nina Hensch.

Info:  Das Projekt wird im Zeitraum 2017 bis 2020 durchgeführt und durch Mittel des Bundesministeriums des Inneren gefördert. Mehr Informationen über das Projekt: www.immigrantenverbund.de

Info zum Projektträger: Der Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V. wurde im November 2000 als Kooperationspartner der Stadt Essen gegründet und ist ein Dachverband aller gemeinnützigen Migrantenorganisationen in Essen. Dem „Essener Verbund“ sind aktuell über 70 Vereine aus über 20 verschiedenen Herkunftsländern angeschlossen.

Pressekontakt:
Nina Hensch
T: 0201 45 86 48 96
M: 0151 51 07 07 46
E: nina.hensch@nica-communication.de

Die vollständige Pressemitteilung vom 10.01.2018 finden Sie in der Anlage.


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