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21.08.2018

"Essen ist gefragt: Wo wollen wir wohnen?"

Die Stadt Essen wird als neue Heimat immer beliebter. Mit aktuell rund 590.000 Einwohnern, steuert die Stadt auf die 600.000-Marke zu. Essen ist wieder eine wachsende Stadt. Diese Trendumkehr stellt die Stadt vor die wichtige Frage: "Wo wollen wir in Zukunft wohnen?"


Pressekonferenz " Bürgerforum " v.l.n.r: Nico Lederle, Mitglied der Geschäftsleitung Squirrel & Nuts, Gesellschaft für strategische Beratung; Oberbürgermeister Thomas Kufen; Ronald Graf, Amtsleiter des Amt für Stadtplanung und Bauordnung, und Melanie Grüter, Projektleiterin des Amt für Stadtplanung und Bauordnung. Foto: Elke Brochhagen

In den kommenden 10 bis 15 Jahren benötigt Essen bis zu 16.500 Wohnungen - das ergibt die Berechnung des "Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung" (InWIS). Derzeit gibt es in Essen allerdings für diesen Bedarf kein ausreichendes Flächenpotential. Es fehlen Flächen für etwa 5.000 bis 9.000 Wohnungen.

Die Erfahrung hat gezeigt: Gerade bei dem Thema Wohnungsbau wollen Bürgerinnen und Bürger mitbestimmen. Am 17. November 2018 findet deshalb das erste Bürgerforum der Stadt Essen unter dem Titel "Essen ist gefragt! Wo wollen wir wohnen?" in der Messe Essen statt. An diesem Tag werden bis zu 500 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Essen stellvertretend für die gesamte Bürgerschaft darüber beraten, welche Flächen in Essen zukünftig als Wohnbauflächen entwickelt werden sollen.

Bürgerforum als beratendes Gremium für Verwaltung und Politik

"Damit es auch in Zukunft bezahlbare Wohnungen für jeden Bedarf gibt, müssen wir neuen Wohnraum schaffen. Da bedeutet konkret, dass wir bisher nicht bebaute Flächen im gesamten Stadtgebiet für den Wohnungsbau zur Verfügung stellen müssen. Dieses Vorhaben betrifft natürlich die Menschen, die bereits in Essen leben. Deshalb ist mir besonders wichtig, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen", erläutert Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Mit dem Bürgerforum schlägt die Stadt Essen einen neuen Weg in der Bürgerbeteiligung ein. Ziel soll die Bewertung und Priorisierung von über einhundert im Vorfeld identifizierten potentiellen Flächen sein. "Wir wollen, dass die Menschen, die hier leben, sich bei der Auswahl der Flächen einbringen", sagt Ronald Graf, Leiter des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung.

Im Anschluss an das Forum werden die Flächen entsprechend der Priorisierung noch einmal detailliert geprüft. Nicht alle Flächen sollen direkt erschlossen werden, sondern werden bedarfsgerecht entwickelt. Die Priorisierung der Wohnbauflächen soll sowohl einer kurz- und mittel-, als auch langfristigen Perspektive Rechnung tragen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Interessierte unter essen.de/istgefragt.

 

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de


Kategorie: Essen, Politik EssenPolitik