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08.10.2019

Gut integrierte Menschen in Nordrhein-Westfalen zur Einbürgerung ermutigen

Die Landesregierung will stärkere Impulse setzen, damit sich in Nordrhein-Westfalen mehr Menschen mit Einwanderungsgeschichte einbürgern lassen. Wie dieser Personenkreis besser erreicht und beim Ablauf des Verfahrens unterstützt werden kann, darüber hat sich Integrationsstaatssekretärin Serap Güler heute mit Vertreterinnen und Vertretern der Migrantenselbstorganisationen und den Einbürgerungsbehörden des Landes ausgetauscht.


Foto: Land NRW / R. Sondermann

„Die Perspektive der Einbürgerungsberechtigten auf die deutsche Staatsangehörigkeit und den Ablauf des Einbürgerungsverfahrens ist mir wichtig“, so Staatssekretärin Güler. „Einbürgerungen liegen im besonderen Interesse der Landesregierung. Ich möchte die Menschen, die die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen, ermutigen und unterstützen, diesen Schritt zu gehen und sich damit auch zu unserem Land zu bekennen.“
 
Bei der Veranstaltung in Düsseldorf ging es außerdem um die Möglichkeiten der Digitalisierung und die Kooperation zwischen Migrantenselbstorganisationen und Einbürgerungsbehörden.
 
Gemeinsam mit den Einbürgerungsbehörden will die Landesregierung gut integrierte Menschen darin bestärken, sich für die deutsche Staatsbürgerschaft zu entscheiden. Auf Bundesebene setzt sich das Land für eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts ein. Vorgesehen sind unter anderem Erleichterungen bei der Einbürgerung von Zugewanderten der ersten Gastarbeitergeneration. Zudem soll die notwendige Aufenthaltsdauer von acht Jahren bei besonderen Integrationsleistungen – wie herausragenden beruflichen Leistungen oder ehrenamtlichem Engagement – verkürzt werden können.
 
Die Landesregierung wirbt auch im Rahmen ihrer Integrations- und Wertschätzungskampagne #IchDuWirNRW für Einbürgerung. Vorbilder aus ganz Nordrhein-Westfalen stehen mit ihren persönlichen Geschichten für erfolgreiche Integration und berichten von ihren Beweggründen für die Einbürgerung.
 
Die Zahl der Einbürgerungen in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr leicht auf 27.649 (plus ein Prozent) gestiegen. Dabei liegt die Zahl der potenziellen Antragsteller deutlich höher: So lebte 2018 etwa jede zweite Person mit ausländischer Staatsangehörigkeit von insgesamt rund 2,7 Millionen bereits seit mindestens acht Jahren in Nordrhein-Westfalen und hatte somit die erforderliche Aufenthaltsdauer erreicht. Weitere Voraussetzungen für eine Einbürgerung sind unter anderem ausreichende Deutschkenntnisse, die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts und das Bekenntnis zum Grundgesetz.

 

Quelle: Land NRW, www.land.nrw


Kategorie: NRW, Politik, Einbürgerung NRWPolitikEinbürgerung