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05.11.2018

Landesweite Plakat-Kampagne für Präventionsprogramme gestartet

Minister Herbert Reul hat am Freitag in Düsseldorf die neue Plakat-Kampagne für die Präventions- und Aussteigerprogramme des Verfassungsschutzes vorgestellt. Ziel der landesweiten Werbemaßnahme ist eine Sensibilisierung der gesamten Gesellschaft für die Gefahren des Extremismus. „Die Aktion richtet sich nicht nur an unmittelbar Betroffene. Wir wollen mit ihr ein flächendeckendes Bewusstsein schaffen“, so der Minister.


Foto: Land NRW / R. Sondermann

Landesweit wurden 15 Motive zum Salafismus-Präventionsprogramm „Wegweiser“, dem Aussteigerprogramm Islamismus (API) sowie dem Rechtsextremismus-Aussteigerprogramm „Spurwechsel“ entworfen. „Wir wollen mit den Plakaten für Aufmerksamkeit sorgen. Die Programme verfolgen das Ziel, junge Menschen am Beginn einer möglichen Radikalisierung aufzufangen oder Ausstiegswillige auf ihrem Weg zurück in die demokratische Gesellschaft zu begleiten. Doch dafür müssen die Betroffenen unser Angebot kennen“, erklärte Reul. Die Plakate sollen vor allem durch ihre offenen Frageslogans das Interesse der Öffentlichkeit wecken.
 
Insgesamt hängen noch bis Mitte Dezember rund 680 Plakate in 18 nordrhein-westfälischen Städten auf Großflächen und Mega-Light-Posterträgern, etwa in Bonn-Tannenbusch, Dortmund-Nordstadt, Duisburg-Hochfeld, Düsseldorf-Oberbilk, Köln-Chorweiler oder Wuppertal. Zudem gibt es Online-Werbung, Flyer und Werbeartikel im Kampagnendesign.
 
Hintergrund zu den Programmen

Wegweiser – gemeinsam gegen gewaltbereiten Salafismus“ wird von örtlichen Trägern durchgeführt und richtet sich an Personen, die bereits mit der salafistischen Szene sympathisieren oder in diese abzurutschen drohen.
 
Die Aussteigerprogramme „Spurwechsel“ für Rechtsextremismus und „API“ für Islamismus richten sich an Personen, die in den jeweiligen extremistischen Szenen bereits fest verankert sind. Dort bieten Ausstiegsbegleiterinnen und -begleiter individuelle Hilfe.

 

Quelle: Land NRW, www.land.nrw


Kategorie: NRW, Politik, Recht NRWPolitikRecht