Nachrichten

02.04.2021

Neue Studie des SVR „Politische Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland“


Bild: Lukas / pexels

Erwerbstätigkeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit – häufig steht die strukturelle Integration im Fokus der Teilhabeförderung. Doch wie steht es eigentlich um die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland?

Im Rahmen des Projekts „BePart – Teilhabe beginnt vor Ort!", in dem Methoden zur Förderung der Teilhabe an Demokratie und Gesellschaft von Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte konzipiert und erprobt werden, hat der SVR-Forschungsbereich 2020 ihre gesellschaftliche Teilhabe mit aktuellen Daten des SVR-Integrationsbarometers empirisch untersucht. Mit detaillierten Analysen wurde der Frage nachgegangen, wie ausgeprägt verschiedene Formen der politischen Partizipation und des zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland sind, wie beide Formen der Teilhabe zusammenhängen und von welchen Faktoren das Ausmaß der Beteiligung abhängt.
 
Die Befunde können Sie in der heute anlässlich der Vorstellung beim 13. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt veröffentlichten Studie „Mitten im Spiel – oder nur an der Seitenlinie? Politische Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland" nachlesen. Das Forschungsvorhaben sowie das federführend von Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung durchgeführte Gesamtprojekt „BePart" wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).
 
Die Studie verdeutlicht: Zwischen Menschen mit und Menschen ohne Migrationshintergrund existiert weiterhin eine nicht unerhebliche Teilhabelücke, gerade bei der politischen Partizipation über Wahlen oder informelle Aktivitäten. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich diese Lücke bei den in Deutschland geborenen Nachkommen von Zugewanderten deutlich verringert. Untersucht werden auch die Faktoren, die politische Partizipation begünstigen oder fördern können. Dabei zeigt sich: Wer zivilgesellschaftlich engagiert ist, geht – sofern sie oder er die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt – mit höherer Wahrscheinlichkeit wählen oder beteiligt sich anderweitig politisch. Die Studie empfiehlt daher, dies im Rahmen der politischen Bildung, der Integrationspolitik sowie der Engagementpolitik zu berücksichtigen und nennt konkrete Beispiele, wie dies geschehen kann.

Quelle: www.svr-migration.de


Kategorie: Deutschland, Kultur, Politik DeutschlandKulturPolitik