Trainings- und Entwicklungsprogramm einschließlich Organisationsentwicklung und Professionalisierung beim Essener Verbund der lmmigrantenvereine e.V.

Der Essener Verbund der Immigrantenvereine ist die Dachorganisation von über 70 Migrantenvereinen in der Stadt Essen. Damit ist der Essener Verbund Interessenvertretung und Schnittstelle zu einer großen, vielfältigen Community.

In diesem Jahr feiert der Essener Verbund sein 20jähriges Jubiläum und möchte das Jahr dazu nutzen, seine bestehenden Potenziale auszuschöpfen und weiterzuentwickeln, um für die nächsten Jahre zukunftsfähig zu sein. Das erfordert in erster Linie eine Professionalisierung der Strukturen und der Menschen, die im Essener Verbund und bei seinen Mitgliedsvereinen aktiv sind.

Dazu hat der Essener Verbund beim Integrationsfond „Zusammenleben in Vielfalt“ der Stadt Essen ein Entwicklungsbudget für eine Organisationsentwicklung beantragt.

Der Essener Verbund hat eine zentrale Funktion für viele Migrantinnen und Migranten in der Stadt und ist damit eine wichtige Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und den migrantischen Zielgruppen bzw. Communities. Über viele Jahre gewachsene und insbesondere für junge Menschen häufig wenig attraktive Vereinsstrukturen, Nachwuchsprobleme und neue Anforderungen an den Essener Verbund und seine Mitgliedsvereine (Digitalisierung, Projektmanagement) erfordern eine wertschätzende kritische Reflexion bestehender Strukturen, des eigenen Selbstverständnisses und der vorhandenen Fähigkeiten und Kompetenzen. Um das zu leisten, fehlen dem Essener Verbund die Kompetenzen und auch die zeitlichen und finanziellen Mittel. Dazu bedarf es einer externen Unterstützung, um den Essener Verbund und seine Mitgliedsvereine zukunftsfähig zu machen.

Nach Beauftragung eines örtlichen externen Dienstleisters wurden im Rahmen mehrerer Austauschsitzungen mit den Vorstandsmitgliedern und der Geschäftsführung mit dem Aufbau der Projektstruktur und der Erstellung des Projektdesigns begonnen.

Geplant wurde insbesondere, im November/Dezember 2020 eine mehrtägige Klausurtagung mit den Mitgliedsvereinen durchzuführen, um Probleme und Herausforderungen zu identifizieren sowie Ziele und Strategien zu definieren. Diese Klausurtagung musste aufgrund der aktuellen Lage verschoben werden. Stattdessen wurde der Schwerpunkt auf die Durchführung einer Online-Umfrage bei Mitgliedsgemeinden sowie die Durchführung von Interviews per Videotelefonie mit Stakeholdern gelegt.

Nach einer aufwendigen Planungs- und Konzeptionsphase wurde die Umfrage mit Mitgliedsgemeinden unter dem Titel „Service-Umfrage 2020“ Ende Dezember 2020 gestartet. Diese wurde ausschließlich online durchgeführt. Einige Vereine wurden telefonisch kontaktiert und der Fragebogen gemeinsam ausgefüllt. Die Bearbeitung dauert noch an.

Die Interviews mit Stakeholdern wurden nach Entwicklung eines Fragebogens ebenfalls Ende Dezember 2020 gestartet. Dieser Baustein umfasste die Durchführung von 24 Interviews per Videotelefonie (Zoom + Microsoft Teams) mit Kooperationspartnern aus der städtischen Verwaltung, der Wohlfahrtsverbände, der Parteien und weiteren Organisationen. Dieser Baustein wurde Mitte Februar 2021 abgeschlossen.

Ende Februar 2021 bis Mitte März werden die Ergebnisse beider Interviews zusammengefasst und erste Ideen für die zukünftige Strategie erfasst.

Mitte März 2021 wird ein Workshop mit den Vorstandsmitgliedern durchgeführt, die Ideen präsentiert und weiter an der Verfeinerung der Strategie gearbeitet.

Ein weiterer Baustein des Prozesses ist die Durchführung von internen Team-Workshops unter Beteiligung der Mitarbeiter aus der Geschäftsstelle. Sie stehen bspw. unter der Frage „Was wollen wir verändern/verbessern?“. Bisher haben zwei Workshops stattgefunden. Die extern moderierten Workshops finden online statt (Zoom + Miro-Board).

Geplant ist, einen Klausurtag mit allen Mitgliedsvereinen - voraussichtlich im Herbst 2021 – durchzuführen. Das Thema der Klausur wird dann sein: Wie können wir die Strategie umsetzen? Welche Beiträge können hierzu geleistet werden?

Das Projekt wird mit Mitteln der Stadt Essen umgesetzt.