Ohne Migration funktioniert Fachkräftesicherung nicht mehr
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Nirgendwo arbeiten so viele qualifizierte Migranten wie hinter dem Steuer und in Restaurants. Gleichzeitig fehlen bundesweit rund 12.000 Berufskraftfahrer und 4.200 Gastronomie-Fachkräfte. Experten zufolge wären die Engpässe ohne Migranten deutlich dramatischer.
Ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland wären die Fachkräfte-Engpässe in Deutschland deutlich größer. Nirgendwo arbeiten so viele qualifizierte Migranten mit ausländischer Staatsangehörigkeit wie als Berufskraftfahrer und in der Gastronomie. Das zeigen am Mittwoch veröffentlichte Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Gleichzeitig fehlten im Oktober 2021 bundesweit rund 12.000 Berufskraftfahrer und 4.200 Gastronomie-Fachkräfte.
„Ohne Migration funktioniert die Fachkräftesicherung in Deutschland nicht mehr“, sagte die IW-Ökonomin Annika Jensen dem „Evangelischen Pressedienst“. Menschen mit anderer Staatsangehörigkeit leisteten einen wichtigen Beitrag, auch in anderen Branchen wie etwa im Verkauf, der Lagerwirtschaft und in der Pflege. Die Berechnungen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) am IW basieren auf Daten aus Sonderauswertungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Der „Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.“ ist ein Dachverband aller gemeinnützigen Migrantenorganisationen in Essen. Seit der Gründung in 2000 ist er stetig gewachsen. Heute erreicht er eine Mitgliederzahl von über 70 Migrantenorganisationen aus über 20 Herkunftsländern. Von dieser Zusammenarbeit profitieren MitbürgerInnen ausländischer Herkunft in erster Linie, aber auch die Stadt und die gesamte Bevölkerung in Essen.